Wie du M&A-Dokumente in einem isolierten Ollama-Raum analysierst
Jeder Deal bekommt seine eigene Sandbox — so gehst du M&A-Unterlagen lokal durch.
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Eine Firma wird gekauft. Die Unterlagen liegen in einem Datenraum, und du sollst sie durchgehen — mit einer lokalen KI wäre das schneller. Aber wohin mit diesen Dateien? Ins gleiche Konto, in dem auch deine Kundendaten, deine Notizen und dein Alltag liegen?
Die Antwort kommt aus der Software: die Sandbox. Ein abgeschlossener Ort, an dem du etwas ausprobieren kannst — was drin passiert, bleibt drin, draussen geht nichts kaputt. Für M&A-Unterlagen heisst das: Jeder Deal bekommt seinen eigenen Raum, und der Raum hat ein Ende.
Du erfährst, was M&A-Unterlagen so heikel macht, was eine Sandbox ist, wie du sie mit drei Handgriffen baust und warum am Ende die ganze Sandbox weg muss. Es ist die fünfte Lektion im Modul «Teams und Compliance» des Lehrgangs «Lokale KI mit Ollama».
Warum M&A-Unterlagen heikel sind
M&A heisst: Firmen werden gekauft oder fusionieren. Dazu gehört die Due Diligence, die Prüfung vor dem Kauf. Die Unterlagen dafür liegen meist in einem Datenraum.
Diese Unterlagen gehören zum Vertraulichsten, was eine Firma hat. Nur wenige bekommen sie zu sehen — und nur so lange, wie der Deal läuft. Genau dieses «nur so lange» macht den Unterschied zu allem, was du sonst in deiner lokalen KI ablegst.
Ehrlich gesagt: Einen Firmenverkauf habe ich selbst nicht begleitet. Das Prinzip kenne ich aus der Software: die Sandbox.
Was eine Sandbox ist
Das Wort Sandbox kommt aus der Software. Eine Sandbox ist ein abgeschlossener Ort, an dem du etwas ausprobieren kannst. Was drin passiert, bleibt drin. Draussen geht nichts kaputt.
Übertragen auf den Deal heisst das: ein eigener Raum, nur für diese Unterlagen. Nichts anderes liegt drin, und nichts davon kommt heraus.
Nicht zu verwechseln mit der Lektion zum Recherchieren: Dort trennst du dauerhaft, nach Leserkreis. Hier trennst du pro Deal — und die Sandbox hat ein Ende.
Ein eigener Ort
Drei Handgriffe, und die Sandbox steht. Der erste: ein eigener Ort. Das ist ein eigenes Benutzerkonto auf deinem Rechner — oder gleich ein eigenes Gerät.
Ollama legt die Modelle standardmässig im Benutzerordner ab. In einem neuen Konto holst du das Modell darum zuerst einmal neu, bevor die Unterlagen hineinkommen — danach bleibt das Netz zu. Ob wirklich nichts hinausgeht, prüfst du so.
In der Sandbox ist kein Cloud-Konto angemeldet: kein iCloud, kein OneDrive. Sonst kann das System Dateien nach draussen abgleichen. Das ist die Regel für die Sandbox, ganz gleich, welches System du nutzt.
Zu nach aussen, nur Kopien hinein
Der zweite Handgriff: zu. Die Freigabe aus der Lektion zum Firmennetz bleibt aus.
In der Lektion zum Recherchieren hast du gesehen, dass Cloud-Modelle «cloud» im Namen tragen. In der Sandbox gehst du einen Schritt weiter: Du schaltest die Cloud-Funktionen von Ollama ganz ab. Laut Hersteller-FAQ gibt es dafür einen Local-only-Modus — wie er eingestellt wird, steht weiter unten bei den Fragen.
Der dritte Handgriff: nur Kopien hinein. Die Originale bleiben im Datenraum. Und davor gilt: Ob du die Unterlagen überhaupt herunterladen darfst, steht in der Vertraulichkeitsvereinbarung. Lies das zuerst.
Arbeiten und löschen
Drinnen arbeitest du so, wie du es aus den Lektionen davor kennst. Neu ist der Raum, nicht die Methode.
Am Ende löschst du das ganze Sandbox-Konto mit dem Benutzerordner — oder setzt das Gerät zurück. Damit sind Unterlagen, Chatverläufe und das Modell darin weg. Du musst keine einzelnen Dateien zusammensuchen.
Jeder Deal bekommt seine eigene Sandbox. Wie in der Software: Was drin ist, bleibt drin, und was du dort ausprobierst, richtet draussen keinen Schaden an. Ist der Deal durch, löschst du die ganze Sandbox, nicht einzelne Dateien.
In 5 Schritten — direkt anwendbar
Typische Fehler — und wie du sie vermeidest
Fünf Fehler, mit denen Unterlagen aus der Sandbox hinausgelangen oder darin liegen bleiben:
Fazit
Jeder Deal bekommt seine eigene Sandbox. Wie in der Software: Was drin ist, bleibt drin, und was du dort ausprobierst, richtet draussen keinen Schaden an. Ist der Deal durch, löschst du die ganze Sandbox, nicht einzelne Dateien.
Eigener Ort, zu nach aussen, nur Kopien hinein — und am Ende alles weg. Neu ist dabei der Raum, nicht die Methode. Die nächste Lektion im Lehrgang heisst: «So migrierst du Cloud-KI-Workflows auf lokale Modelle».
Leg diese Woche einmal ein leeres Benutzerkonto an, hol das Modell hinein und schalte die Cloud-Funktionen von Ollama ab — noch ohne Unterlagen. Lösch das Konto danach wieder: So hast du den Anfang und das Ende der Sandbox einmal geübt.
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Zum LernbereichHäufige Fragen
Wie schalte ich die Cloud-Funktionen von Ollama ganz ab?
Laut Hersteller-FAQ lässt sich Ollama in einen Local-only-Modus schalten: Die Cloud-Funktionen werden ganz abgeschaltet. Danach gibt es keine Cloud-Modelle und keine Websuche mehr. Dafür trägst du in der Datei ~/.ollama/server.json diesen Eintrag ein:
{ "disable_ollama_cloud": true }Alternativ setzt du die Umgebungsvariable OLLAMA_NO_CLOUD=1. Danach Ollama neu starten. Im Server-Log steht dann «Ollama cloud disabled: true». Die genauen Schritte für dein System stehen in der Hersteller-FAQ: docs.ollama.com/faq.
Warum muss ich das Modell im neuen Konto noch einmal holen?
Weil Ollama die Modelle auf Mac und Windows standardmässig im Benutzerordner ablegt (~/.ollama/models). Ein neues Konto hat einen eigenen Benutzerordner — und darin noch kein Modell. Darum holst du es einmal neu, bevor die Unterlagen hineinkommen. Danach bleibt das Netz zu.
Unter Linux ist das anders: Dort liegen die Modelle für alle Konten gemeinsam in /usr/share/ollama/.ollama/models. Ein eigenes Konto trennt dort das Modell nicht — ein eigenes Gerät schon.
Brauche ich für die Sandbox ein eigenes Gerät?
Nein. Ein eigenes Benutzerkonto auf deinem Rechner ist ein eigener Ort. Ein eigenes Gerät ist die Alternative, wenn du die Sandbox ganz von deinem Alltag trennen willst. Am Ende löschst du dann nicht das Konto, sondern setzt das Gerät zurück.
Reicht es auf dem Mac, nur das Benutzerkonto zu wechseln?
Nein — abmelden, nicht nur wechseln. Läuft Ollama im Alltagskonto im Hintergrund weiter, belegt es den Anschluss 11434 auf dem Rechner. Die Ollama-App in der Sandbox spricht dann mit diesem Server: mit seinen Modellen und seiner Cloud-Einstellung. Darum meldest du das Alltagskonto ab oder beendest Ollama dort, bevor du in der Sandbox arbeitest.
Darf ich die Unterlagen aus dem Datenraum überhaupt herunterladen?
Das steht in der Vertraulichkeitsvereinbarung, die du für den Zugang zum Datenraum bekommen hast. Lies sie zuerst. Diese Lektion beurteilt das nicht — sie zeigt nur, wie der Raum aussieht, wenn die Unterlagen hineinkommen.
Was passiert mit den Chatverläufen, wenn der Deal durch ist?
Sie liegen im Sandbox-Konto und gehen mit ihm. Löschst du das ganze Konto mit dem Benutzerordner — oder setzt das Gerät zurück —, sind Unterlagen, Chatverläufe und das Modell darin weg.
Quellen & Zahlen
Die Einstellungen in dieser Lektion stehen in der offiziellen Dokumentation von Ollama. Hier ist die Originalseite.
- Ollama FAQ Ollama — Local-only-Modus (disable_ollama_cloud in ~/.ollama/server.json, OLLAMA_NO_CLOUD=1) und Speicherort der Modelle je System
Abgerufen am 16. Oktober 2026 (Link geprüft).
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Was im Paket enthalten ist
- Die Regel «Jeder Deal, eine Sandbox» auf einer Seite.
- Die drei Handgriffe und die fünf Fehler als Checkliste für den nächsten Deal.
- Direkt-Link zur ungelisteten Langversion des Videos
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